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Das Testament (al-wassiyyat)
al-wassiyyat (arabisch) bedeutet Testament. Mit diesem Wort betitelte Hazrat
Ahmad, der Verheißene Messias, diese im Jahre 1905 verfassten Schrift. Er
gibt bekannt, dass er von Gott erfahren habe, er werde bald sterben. Aber
seine Anhänger hätten keinen Grund, deswegen betrübt zu sein. Wie Gott dem
Verheißenen Messias zeitlebens beistand, indem Er Seine Allmacht
manifestierte, so wird Gott nach seinem Ableben zum zweiten Mal seine
Allmacht zeigen und seine Gemeinde stützen Denn er ist die erste
Manifestation der Allmacht Gottes und nach ihm wird Er Menschen bestimmen,
die als seine Nachfolger die zweite Allmacht Gottes manifestieren werden
al-wassiyyat ist das Testament des Verheißenen Messias (Friede sei auf ihm)
an seine Anhänger, in dem er ihnen ans Herz legt m Zeiten schwerer Prüfungen
unerschütterlichen Glauben an Gott an den Tag zu legen und nicht zu
verzweifeln, denn letztlich wird Gott ihnen Halt und Stütze bieten. Ferner
führt Hazrat Ahmad ein besonderes Programm für den moralischen und
spirituellen Fortschritt seiner Gemeinde ein, das als Wasstyuat-System
bekannt ist. |
Vorwort
Hazrat Mirza Ghulam
Ahmad, der Verheißene Messias und Mahdi des Islam, Gründer der Ahmadiyya Muslim
Jamaat, verfasste die vorliegende Schrift im Jahre 1905. Darin erwähnt der
Autor Offenbarungen, in denen Gott ihm mitteilte, dass sein Hinscheiden kurz
bevorstehe. Da der Tod des Propheten für seine Anhänger eine große Tragödie
bedeutet, hat Hazrat Ahmad denjenigen, die an ihn glauben, die frohe Botschaft
verkündet, Gott werde nach seinem Ableben die Gemeinde nicht allein und ohne
Führung lassen. Vielmehr sei es die Handlungsweise Allahs, dass Er zwei
Manifestationen seiner Allmacht zeige. Die erste Manifestation ist der Prophet
selbst. Und nach seinem Ableben manifestiert sich erneut die Allmacht Gottes.
So geschah es auch nach dem Hinscheiden des Heiligen Propheten Muhammad (Friede
sei auf ihm), als Allah in einer Zeit großer Besorgnis und Betrübnis für die
Muslime Hazrat Abu Bakr dazu bestimmte, die Führung der Gemeinschaft der
Muslime zu übernehmen, so dass der Islam in jener kritischen Zeit wieder Fuß
fassen konnte.
Während Hazrat Ahmad
einerseits in dieser Schrift ankündigt, dass er bald von dieser Welt Abschied
nehmen werde, teilt er gleichzeitig mit, dass nach ihm eine dauerhafte
Institution des Khalifat für die Gemeinschaft geben werde. Das wird die zweite
Manifestation der Allmacht Gottes sein.
Ein weiteres Thema in
dieser Schrift ist die Einführung des Systems der Wassiyyat in der
Ahmadiyya-Muslim-Jamaat, das der Verkündigung des Islam und der Lehren und
Gebote des Qur-än dienen sollte. Es wird unter den wirtschaftlichen Systemen
der Welt als "nizam-e-nau" (Neues System) gelten. Demzufolge ist es
für jedes Mitglied der Gemeinschaft erforderlich, das wassiyyat (Testament)
macht, dass er ein Zehntel seines Einkommens und seines Vermögens als Spende
entrichtet. Ferner ist er verpflichtet, den Geboten und Verboten des Qur-âns
ernsthaft und wahrhaftig zu folgen. Hazrat Ahmad bestimmte auch aufgrund eines
Traums, dass solche Mitglieder der Gemeinde, die sich an dem Wassiyyat-System
beteiligen, auf einem für sie vorgesehnen Friedhof beigesetzt werden.
Diese Schrift wurde
ursprünglich von Frau Sajedah Shahid aus der Urdusprache übersetzt; Daud Majoka
und Naveed Hameed haben die Übersetzung überarbeitet. Der Verlag ist allen
Personen dankbar, die zu der Entstehung dieser Ausgabe beigetragen haben; möge
Allah diese Arbeit aufs beste belohnen.
Die Schriften des
Verheißenen Messias sind eine Quelle der Gnaden und Segnung. Wir beten, dass
viele Menschen aus dieser Quelle schöpfen, den Durst ihrer Seele löschen und
sich ihre Lehren beherzigen mögen. Amen.
Verlag der Islam Frankfurt
am Main Im Jahre 2002
Das Testament

Aller Preis gebührt
Allah, dem Herrn der Welten. Frieden und Segnungen seien auf Seinem Gesandten
Mohammad, und allen seinen Gefährten und Nachkommen.
Seit der Allmächtige Gott
mich durch wiederholte Offenbarungen darüber informierte, dass sich die Zeit
meines Ablebens naht, und da diese Offenbarungen so machtvoll waren, dass sie
mein Wesen von Grund auf erschütterten und meine Gefühle für dieses Leben kalt
werden ließen, habe ich es für angebracht gehalten, für meine Freunde und alle
jene, die Nutzen aus meinen Schriften erlangen möchten, einige wenige Worte der
Ermahnung aufzuschreiben. Zunächst will ich jene Offenbarung verkünden, die
mich von meinem bevorstehenden Tod unterrichtete und mich veranlasste, diese
Aufgabe in Angriff zu nehmen. Folgende Offenbarung erging in arabischer
Sprache, anschließend wird auch die Offenbarung in Urdu aufgeschrieben werden:

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"Dein Ende ist
nah. WIR werden nicht die geringste Spur solchen Geredes hinterlassen, das dich
in Verruf bringen könnte. Dir ist nur noch wenig von der von Gott bestimmten
Zeit geblieben. WIR werden alle Einwände beseitigen und entfernen und nichts
von jenen hinterlassen, die deine Diffamierung beabsichtigen. WIR haben die
Macht, dir die Erfüllung einiger Prophezeiungen über deine Gegner zu zeigen
oder dich sterben zu lassen. Du wirst in einem Zustand sterben, dass ich mit
dir zufrieden sein werde. Und WIR werden stets offenkundige Zeichen zur
Bestätigung deiner Wahrhaftigkeit bereithalten. Das Versprochene ist nah.
Verkünde nun den Menschen die Wohltaten deines Herrn, die dir gewährt wurden.
Gott verschmäht nicht die Belohnung derer, die gottesfürchtig und standhaft
sind". Hier muss folgendes beachtet werden: Wenn Gott sagt, WIR werden
solches Gerede über dich nicht zurücklassen, welches dem Zweck deiner
Erniedrigung und Entehrung dienen könnte, so hat dies zweierlei Bedeutungen.
Erstens: Alle Einwände, die mit der Absicht der Erniedrigung veröffentlicht
werden, werden widerlegt und zunichte gemacht. Zweitens werden jene Verleumder,
die von ihren Listen und ihrem üblen Gerede nicht ablassen, von der Welt
hinweggenommen. Dann werden mit ihrem Untergang auch ihre ruchlosen Einwände
untergehen.
Danach sprach mich Gott hinsichtlich
meines Todes in folgenden Worten in der Urdusprache an: "Sehr wenige Tage
sind geblieben. An jenem Tag wird Bekümmernis über allen lasten. Dies wird
geschehen, dies wird geschehen, dies wird geschehen. Danach wird dein Ereignis
eintreffen. Wenn alle Vorfälle und all die Wunder der Natur gezeigt worden
sind, dann wird es zu deinem Trauerfall kommen."
Das Wissen, das mir über
die Vorkommnisse gewährt worden ist, besagt, dass der Tod sich überall in der
Welt verbreiten wird. Erdbeben, und zwar sehr heftige, werden die Welt
erschüttern. Sie werden gleich dem Jüngsten Tag sein und die Erdschichten
verdrehen und das Leben vieler verbittern. Danach wird Allah Seine Gnade
erweisen, jenen, die bereuen und sich der Sünde enthalten. Entsprechend den
Nachrichten eines jeden Propheten über diese Zeit, musste dies alles geschehen.
Die aber, die ihre Herzen bessern und jene Wege beschreiten, die Gott gefallen,
sollen weder Furcht noch Kummer haben. Gott hat mich mit folgenden Worten
angesprochen:
"Du bist der von
Mir gesandte Ermahner. ICH habe dich entsandt, damit die Sünder von den
Rechtschaffenen getrennt werden. Und ER sagte:
"Wahrlich, ein
Warner kam in die Welt, doch die Welt erkannte ihn nicht an. Allah aber wird
ihn anerkennen und mit machtvollen Angriffen seine Wahrhaftigkeit offenbaren[1]. ICH
werde dich so segnen, dass Könige Segen von deinen Kleidern suchen
werden".
Bezüglich eines
weiteren, sehr heftigen Erdbebens gab Gott mir Nachricht und sagte:
"Wieder kam der
Frühling und Gottes Wort erfüllte sich erneut".
Deshalb muss ein
heftiges Beben folgen. Die Rechtschaffenen jedoch werden davon verschont
bleiben.
Also werdet
rechtschaffen! Werdet gottesfürchtig, auf dass ihr errettet werdet. Fürchtet
Gott heute, damit ihr vor der Furcht an jenem Tag bewahrt bleibt. Es ist
festgelegt, dass der Himmel etwas zeigt und die Erde etwas sichtbar werden
lässt. Jene aber, die Gott fürchten, werden errettet werden. Gottes Wort
offenbart mir, dass viel Unheil in Erscheinung treten wird und viele
Katastrophen die Welt heimsuchen werden. Einige davon werden sich zu meinen
Lebzeiten offenbaren und einige erst danach. Allah wird dieser Bewegung
vollkommenen Erfolg gewähren; zum Teil durch meine Hand und zum Teil nach mir.
Es ist die Handlungsweise Gottes, die ER, seitdem ER die Menschen auf dieser
Erde erschaffen hat, zu zeigen pflegt, dass ER nämlich Seinen Propheten und
Gesandten hilft und ihnen die Oberhand gewährt. So sagt Er:

"Gott hat
verordnet; sicherlich werde ICH obsiegen, ICH und Meine Gesandten."
(Al-Mudschadelah: 22)
In diesem Kontext ist
unter "Obsiegen" folgendes zu verstehen: Es ist die Absicht der
Gesandten und Propheten, dass die Beweisführung vollkommen wird, so dass
niemand sich gegen sie zu stellen vermag. Ebenso offenbart Gott mit kraftvollen
Zeichen ihre Wahrhaftigkeit und lässt durch ihre eigene Hand den Samen jener
Wahrheit säen, die sie in der Welt zu verbreiten beabsichtigen. Jedoch lässt ER
sie dieses Werk nicht durch ihre eigene Hand vollenden. Sondern gibt ihnen den
Tod zu einem Zeitpunkt, der anscheinend die Furcht vor einer Niederlage in sich
birgt und den Gegnern Gelegenheit zur Belustigung und Polemik gibt. Nachdem sie
aber Spott getrieben haben, manifestiert ER die andere Seite Seiner Macht. Er
schafft Bedingungen, durch die jene Ziele, die bis zu einem gewissen Grad
unvollendet gewesen waren, ihre Vollendung erreichen.
Kurz, ER manifestiert
seine Macht auf zweierlei Weise: Erstens, indem ER Seine Macht durch die Hand
Seiner Gesandten offenbart. Zweitens, wenn nach dem Ableben des Propheten
Schwierigkeiten sich erheben, wenn die Feinde an Macht gewinnen und meinen, die
Lage hätte sich verschlimmert. Sie sind überzeugt, dass diese Bewegung nun
untergehen wird. Selbst einige Mitglieder der Bewegung geraten in Zweifel und
verlieren den Mut. Einige Unglückliche kehren sich sogar ab. Da manifestiert
Gott zum zweiten Mal Seine Macht und lässt die fallende Gemeinde standfest
werden. Wer also bis zum Ende ausharrt, erlebt dieses Wunder Gottes. So wie es
zu Zeiten Hadhrat Abu Bakrs (r) geschah, als der Tod des Heiligen Propheten (s)
für einen vorzeitigen Tod gehalten wurde. Viele Nomaden kehrten sich ab, und
als die Anhänger des Heiligen Propheten (s) aus Kummer die Sinne zu verlieren
schienen, zeigte ER ein weiteres Mal Seine Macht und rettete den Islam vor dem
Untergang, und indem Gott der Erhabene Hazrat Abu Bakar (r) berief, erfüllte Er
Sein Versprechen, das wie folgt, lautete:
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"... und dass ER
gewisslich ihren (Stand), nach ihrer Furcht, in Frieden und Sicherheit
verwandeln wird: sie werden Mich verehren, (und) sie werden Mir nichts zur
Seite stellen. Wer aber hernach undankbar ist, das werden die Empörer
sein". (AI Nur: 56)
Das heisst, dass ER
ihnen nach Furcht wieder Standfestigkeit verleihen wird. Dies geschah auch zu
Zeiten Moses. Als Moses auf dem halben Weg zwischen Ägypten und Kanan, noch
bevor er wie versprochen die Israeliten zum Zielort rühren konnte, starb und
die Israeliten seinen Tod sehr beklagten. Die Thora berichtet, dass die
Israeliten wegen des Schocks dieses unerwarteten Todes und wegen der Trennung
von Moses 40 Tage lang weinten. Ebenso geschah es mit Jesus, als nach der
Kreuzigung alle seine Schüler sich verstreuten und einer von ihnen sogar
abtrünnig wurde.
Also, o meine Lieben, da
es von seither die Handlungsweise des Allmächtigen Gottes ist, dass ER auf
zweierlei Weise seine Allmacht manifestiert, damit ER zwei falsche Freuden der
Gegner vernichte, ist es nicht möglich, dass Er jetzt unerwartet seine Gewohnheit
ändert. Aus diesem Grund sollt ihr wegen dessen, was ich euch berichtet habe,
nicht trauern noch sollen eure Herzen in Unruhe verfallen, denn es ist
notwendig für euch, dass ihr auch die zweite Manifestation der göttlichen Macht
miterlebt.
Ihre Ankunft ist
besser für euch, denn sie ist ewig und ihre Kette wird bis zum Jüngsten Tag
nicht unterbrechen. Und diese andere Manifestation kann nicht kommen, ehe ich
gehe. Nachdem ich aber gegangen bin, wird Gott diese zweite Manifestation für
euch schicken, die euch immer begleiten wird, so wie Gott es in
"Barahin-e-Ahmadiyya" versprochen hat. Jenes Versprechen betrifft
nicht mich, sondern euch. So wie Gott sagt: "Ich werde deiner Gemeinde,
also deinen Anhängern, bis zum Jüngsten Tag anderen gegenüber die Oberhand
gewähren." Deshalb ist es nötig, dass ihr den Tag der Trennung von mir
erlebt, damit hiernach jener Tag kommt, welcher der Tag des unvergänglichen
Versprechens ist. Unser Gott ist derjenige Gott, Der die Versprechen einhält,
Der treu und wahrhaft ist. Er wird euch alles zeigen, das Er versprochen hat.
Obwohl dies die
letzten Tage der Welt sind, und viele Übel bald auftreten werden, ist es
notwendig, dass diese Welt nicht vergeht, ehe nicht alles eintritt, das Gott
mitgeteilt hat. Ich bin von Gott als eine Manifestation Seiner Macht
erschienen, und ich bin eine Verkörperung Seiner Macht. Nach mir wird es andere
Personen geben, die die zweite Macht Gottes offenbaren werden. Betet also
gemeinsam für diese zweite Manifestation der Macht Gottes und wartet. Es soll
jede Gemeinde der Rechtschaffenen in jedem Land gemeinsam Gott anflehen, auf
dass jene zweite Manifestation niedergesandt werde und euch zeige, dass euer
Gott der allmächtige Gott ist. Haltet euren Tod für nah, denn ihr wisst nicht,
wann jene Stunde schlagen wird.
Es sollen die Grossen
der Gemeinde, die reinen Herzens sind, nach mir in meinem Namen von den anderen
das Treuegelübde abnehmen. Es ist Allahs Wille, alle Seelen, die verschiedene
Gegenden der Welt besiedeln - sei es Europa oder Asien - und die
rechtschaffener Natur sind, zur Tauhied (Einheit Gottes) hinzuziehen und Seine
Diener um die einzig wahre Religion zu sammeln. Dies ist die Absicht Gottes,
die zu verwirklichen ich in die Welt gesandt wurde. Also folgt diesem Ziel,
aber mit Milde, hoher Moral und mit inbrünstigen Gebeten. Nach mir sollt ihr
alle zusammenarbeiten, bis jemand von Gott den Heiligen Geist empfängt und
aufsteht. 1 Die Wahl dieser Personen soll einstimmig von den Gläubigen
getroffen werden. Wenn sich 40 Gläubige über eine Person einig sind, dass sie
in meinem Namen das Treugelübde abnimmt, so ist sie dazu befugt, das (Ba'iat)
Treuegelübde abzunehmen. Er soll bemüht sein, den anderen ein Vorbild zu sein.
Gott hat mir die Nachricht gegeben: "Ich werde aus deiner Gemeinde aus
deiner eigenen Nachkommenschaft einen Menschen aufstellen. Ich werde ihn
kennzeichnen durch meine Nähe und meine Offenbarung. Durch ihn wird die
Wahrheit zunehmen und viele werden die Wahrheit annehmen." Erwartet also
jene Tage. Gedenket, dass jeder zu seiner Zeit erkannt wird. Es ist möglich,
dass er vor gegebener Zeit für einen gewöhnlichen Menschen gehalten wird. Oder
aber aufgrund irreführender Gedanken sogar kritisiert wird. Genauso wie jeder
Mensch vor seiner Vervollkommnung im Mutterleib lediglich ein Samen oder ein
Klumpen Blut ist.
Es ziemt sich für euch,
durch Mitgefühl und Reinigung eurer Herzen Anteil am Heiligen Geist zu nehmen,
denn ohne den Heiligen Geist kann wahre Rechtschaffenheit nicht erlangt werden.
Verwerft alle fleischlichen
Begierden.
Folgt um Gottes
Wohlgefallens willen jenem Pfad der so eng ist wie kein anderer. Verfallt nicht
dem weltlichen Vergnügen, denn es trennt von Gott. Wählt für Gott ein Leben
voller Bitterkeit. Jenes Leiden, das Gott gefällt ist besser als die Freude,
die Gott missfällt. Jene Niederlage die Gottes Gefallen findet, ist besser als
der Sieg der Gottes Zorn erregt. Verlasst die Liebe, die euch den Zorn Gottes
nahe bringt. Wenn ihr reinen Herzens zu IHM kommt, wird ER euch auf jedem Wege
helfen und kein Feind wird euch je einen Schaden zufügen können Ihr könnt
niemals Gottes Gefallen erlangen, solange ihr nicht euren Willen, euer
Vergnügen, eure Ehre, euer Vermögen und euer Leben aufgibt und für IHN eine
solche Bitternis auf euch nimmt, die euch den Tod vor Augen führt Wenn ihr aber
diese Bitternis auf euch nimmt, werdet ihr wie ein niedliches Kind in Gottes
Schoss kommen, und ihr werdet zu den Erben jener Rechtschaffenen erklärt werden
die vor euch gelebt haben. Die Tore aller Segen werden für euch geöffnet werden.
Doch es gibt nur Wenige, die dem genügen. Gott hat mich angesprochen und
gesagt, dass Gottesfurcht ein Baum ist, der ins Herz gepflanzt werden muss. Das
Wasser, das die Gottesfurcht nährt, bewässert auch den ganzen Garten.
Gottesfurcht ist die Wurzel Wenn sie nicht besteht, ist alles andere wertlos.
Besteht sie, dann besteht auch alles andere. Welchen Nutzen erzielt der Mensch,
wenn er mit seiner Zunge behauptet Gott zu suchen, jedoch keinen wahren Schritt
tut Schaut ich sage euch die Wahrheit, dass jener Mensch, der neben dem Glauben
auch noch die Liebe zum Profanen im Herzen verbirgt, dem Verderben ausgeliefert
ist. Die Hölle ist jener Seele sehr nahe, deren Absichten nicht ausschließlich
Gott gewidmet sind, sondern teils für Gott und teils für die Welt. Wenn ihr
also auch nur ein Fünkchen Liebe zur materiellen Welt mit euren Zielen
vermengt, sind alle eure Gebete sinnlos gewesen. In diesem Fall folgt ihr nicht
Gott, sondern dem Satan. Erwartet nicht, dass Gott euch in dieser Lage helfen
wird. Im Gegenteil, in diesem Zustand seid ihr wie die Kriechtiere der Erde,
und ihr werdet in kurzer Zeit wie Würmer vernichtet werden. Gott wird nicht mit
euch sein. Vielmehr wird Gott Freude daran haben, euch zu vernichten. Stirbt
jedoch euer Ego, so werdet ihr in Gott erscheinen und Gott wird mit euch sein.
Gesegnet wird das Haus sein, das ihr bewohnt. Gottes Gnade wird auf die Mauern
niedergesandt werden, welche die Mauern eures Hauses sind. Die Stadt, die solch
ein Mensch bewohnt, wird gesegnet sein. Wenn euer Leben, euer Tod und eure jede
Bewegung, eure Güte und Strenge nur um Gottes Willen sind, wenn ihr aufhört,
Gott bei jeder Bitternis und Schwierigkeit zu versuchen und die Beziehung zu
IHM nicht abbrecht, sondern immer vorwärts schreitet. Dann verkünde ich Wahrheit,
dass ihr zu einem besonderen Volk Gottes werdet. Auch ihr seid Menschen wie ich
es bin, und der, der Mein Gott ist, ist auch euer Gott. Verschwendet also nicht
eure reinen Kräfte. Wenn ihr euch gänzlich zu Gott neigt, dann gebe ich euch
gemäß dem Willen Gottes bekannt, dass ihr zu einer von Gott auserwählten und
gesegneten Gemeinschaft werdet. Lasst Gottes Glorie in euer Herz sinken.
Bezeugt Seine Einheit nicht nur mündlich, sondern auch mit Taten, damit auch
Gott in der Tat euch Segen und Gunst erweist. Meidet Groll und behandelt die
Menschen mit wahrer Güte. Geht alle Wege der Rechtschaffenheit, denn ihr wisst
nicht, auf welchem Weg ihr angenommen werdet.
Frohe Botschaft euch,
denn das Feld, Gottes Nähe zu erlangen, liegt frei. Jedes Volk liebt die Welt. Und
die Welt beachtet nicht, was Gott gefällt. Diejenigen, die mit voller Kraft
durch diese Tür schreiten wollen, haben nun die goldene Gelegenheit, ihre
Fähigkeiten zu beweisen und von Gott besondere Belohnung zu empfangen.
Denkt nicht, dass
Gott euch zugrunde gehen ließe. Ihr seid ein Samen, der durch Gottes Hand in
die Erde eingepflanzt wurde. Gott sagt, dass dieser Samen gedeihen und wachsen
und Zweige in alle Richtungen hervorbringen wird. Er wird zu einem großen Baum
heranwachsen. Gesegnet sei also, wer Vertrauen in Gottes Wort hat und sich vor
den dazwischen tretenden Prüfungen nicht fürchtet. Auch diese Prüfungen sind
nötig, auf dass Gott prüfe, wer von euch in seinem Bund der Treue wahrhaftig
und wer falsch ist. Wer über irgendeine Prüfung stolpert, wird Gott keinen
Schaden zufügen können. Sein Unglück wird ihn in die Hölle führen. Es wäre
besser für ihn, er wäre nicht geboren. Diejenigen aber, die bis zum Ende
ausharren, obwohl Beben der Bedrängnis und heftige Stürme des Unglücks sie
heimsuchen, andere Völker sie verspotten und auslachen und die Welt sie mit
großen Abscheu behandelt, sie werden letztendlich obsiegen, und Tore der
Segnungen sollen für sie weit geöffnet werden.
Gott hat zu mir
gesprochen und mich beauftragt, meine Gemeinde zu benachrichtigen, dass
diejenigen, die geglaubt haben und deren Glaube mit keinerlei weltlichen
Absichten vermengt und durch keine Spur der Heuchelei und Feigheit besudelt
ist, und ihr Glaube alle Ebenen des Gehorsams in sich trägt - diese sind die
Geliebten Gottes. Gott sagt, dass sie diejenigen sind, deren Schritt ein
Schritt von wahrer Standhaftigkeit ist. 0 die ihr hören könnt, hört, was Gott
von euch erwartet! Nur dass ihr zu den Seinen werdet. Stellt Ihm keine Partner
zur Seite, weder im Himmel noch auf Erden. Unser Gott ist jener Gott, DER auch
heute noch so lebendig ist, wie ER es immer gewesen ist. ER spricht auch heute
noch so, wie ER früher gesprochen und ER hört heute noch so, wie ER früher
gehört. Es ist ein Irrglaube, dass ER heute zwar hört, jedoch nicht spricht. ER
hört und ER spricht. Alle Seine Eigenschaften sind ewig und unvergänglich.
Keine Eigenschaft hat jemals aufgehört, zu wirken, noch wird sie es je tun. Er
ist der Eine ohne Gleichen, DER weder einen Sohn noch eine Gattin hat. ER ist
der Unvergleichliche, der keinen zweiten neben Sich hat. Außer Ihm gibt es
niemanden, der eine Eigenschaft allein für sich in Anspruch nehmen könnte. Es
gibt keinen, der IHM ähneln würde. Niemand gleicht Ihm in Seinen Eigenschaften.
Niemals schwinden IHM die Kräfte. ER ist nah, obwohl ER fern ist und ist fern,
obwohl ER nah ist.
Denjenigen, die durch
Visionen ausgezeichnet sind, offenbart ER Sich als ein Gleichnis, aber ER hat
weder einen Körper noch eine Gestalt. ER ist der Höchste von allen, doch es
kann nicht gesagt werden, dass es noch etwas unter IHM gibt. ER ist auf dem
Himmelsthron, jedoch kann man nicht sagen, dass ER nicht auf Erden ist. ER ist
die Vereinigung aller vollkommenen Eigenschaften und die Manifestation aller
wahren Lobpreisungen. ER ist die Quelle aller Vorzüge und vereint alle Kräfte
in sich. ER ist der Ursprung aller Segen und zu IHM kehrt alles zurück. ER ist
der Herrscher aller Länder und in IHM ist alles Vollkommene vereint. ER ist
frei von Tadel und jeglicher Schwäche. ER ist einzigartig in Seinem Anspruch,
von allen Bewohnern der Erde und des Himmels verehrt zu werden. Nichts ist für
IHN unmöglich. Alle Seelen und ihre Mächte und alle Partikeln und ihre
Qualitäten sind Seine Schöpfung. Ohne IHN kann nichts hervorkommen. ER zeigt
Sein Selbst durch Seine Macht, Seine wundervollen Werke und durch Seine
Zeichen. Wir können IHN nur durch IHN Selbst finden. ER offenbart Sich den
Wahrhalten und zeigt ihnen Seine Wunder. Nur dadurch kann ER erkannt werden und
ebenso die Wege, die IHM gefallen.
ER sieht, hat jedoch
keine physischen Augen und hört, hat jedoch keine physischen Ohren und spricht
und hat keine physische Zunge. Genauso bringt ER aus dem Nichts Leben hervor.
Wie ihr sehen könnt, erzeugt ER in euren Träumen ohne jegliche Materie eine
Welt und zeigt Vergängliches und nicht Vorhandenes, als ob es existierte. So
also sind alle Seine Wunder. Ignorant ist, wer Seine Wundertaten leugnet. Und
blind ist, der unwissend Seiner tiefen Kräfte ist. ER macht alles und kann
alles machen, das ausgenommen, was gegen Seine Erhabenheit oder Seine
Versprechen ist. ER ist einzig in Seiner Person, Seinen Eigenschaften und
Seinen Wundern. Alle Tore IHN zu erreichen sind verschlossen außer einem Tor,
das der Heilige Quran geöffnet hat. Kein Prophetentum und kein Buch der
Vergangenheit müssen gesondert befolgt werden, denn das Mohammedanische
Prophetentum umfasst und umschließt sie alle. Alle Wege außer diesem sind
gesperrt. Alle Wahrheiten, die zu Gott führen, sind in ihm enthalten. Weder
wird eine neue Wahrheit folgen noch gibt es eine vergangene Wahrheit, die nicht
in ihm enthalten wäre. Jedes Prophetentum endet somit in diesem Prophetentum,
und so sollte es auch geschehen, denn alles was einen Anfang hat, hat auch ein
Ende. Aber das Mohammedanische Prophetentum ist nicht daran gehindert, seine
Gnaden weiterzureichen. Es ist sogar gnadenreicher als jedes andere
Prophetentum. Das Befolgen dieses Prophetentums führt auf einem sehr einfachen
Wege zu Gott. Und durch das Gehorchen dieses Prophetentums kann einem das
Geschenk von der Liebe Gottes und von dem Zwiegespräch mit IHM in einem
größeren Maße als je zuvor zuteil werden. Jedoch kann der vollkommene Befolgen
dieses Prophetentums nicht Nabi (Prophet) genannt werden, denn darin ist eine
Beleidigung der vollkommenen Gesandtschaft des Heiligen Propheten (s). Doch
können die Worte 'ümmati' (Anhänger) und 'Nabi' (Prophet) gemeinsam auf ihn
zutreffen. Hierin ist nämlich keine Beleidigung des vollkommenen Prophetentums
des Heiligen Propheten (s). Im Gegenteil, durch diese Gewährung von Gnaden wird
sogar der Glanz dieses Prophetentums noch deutlicher manifestiert.1 Wenn nun
jenes Zwiegespräch in Qualität und Quantität die Vollkommenheit erreicht hat,
und darin weder Unreinheiten noch Mängel vorhanden sind, und dieses auch das Wissen
um das Ungesehene deutlich umfasst, dann ist eben dieses Zwiegespräch mit
anderen Worten Prophetentum zu nennen, worin alle Propheten übereinstimmen. Es
war also nicht möglich, dass das Volk, über das Allah verheißen hat:
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"Ihr seid das
beste Volk, hervorgebracht zum Wohl dern Menschheit..." AI- Imran: 111 und
das angehalten wurde, das folgende Gebet zu beten:
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"Führe uns auf
den geraden Weg, den Weg derer, denen DU Gnade erwiesen hast..." (AI-
Fateha:6-7) dass alle Mitglieder dieses Volkes von diesem hohen Rang
ausgeschlossen werden sollten und nicht eine einzige Person diesen Rang
erreichen sollte.
Das Dilemma einer
solchen Situation läge nicht nur (Trotzdem muss man sich immer vor
Augen halten, dass die Tür der gesetzbringenden Gesandtschaft nach dem Heiligen
Propheten (s) verschlossen ist. Nach dem Heiligen Qur-âns gibt es kein Buch,
das neue Lehren bringen, noch irgendein Gesetz des Heiligen Qur-âns oder die
Notwendigkeit, diesem Buch zu folgen, aufheben würde, denn dieses Buch hat
Geltung bis zum Jüngsten Tag.)
darin, dass die Gefolgschaft des Heiligen Propheten (s) mit einem Mangel
behaftet und damit unvollendet geblieben wäre und gleichsam eine Existenz von
Blinden führte. Eine Schwierigkeit bestünde auch darin, dass dadurch sowohl die
Wirksamkeit der Lehren des Heiligen Propheten (s) als auch seine
Läuterungskraft (quwwat qudsiyya) dem Vorwurf der Unvollkommenheit ausgesetzt
sein könnte. Ebenso wäre das Bittgesuch, das in allen fünf rituellen Gebeten zu
sprechen gelehrt wurde, überflüssig. Andererseits gäbe es die Schwierigkeit,
dass wenn jemand aus der Ummah diesen Rang direkt, also ohne dem Licht der
Prophetenschaft des Heiligen Propheten (s) zu folgen, erreicht hätte, dass dann
in diesem Fall eine Verletzung des Terminus Khatm-e-Nabuwwat vorgelegen hätte.
Um diese zwei Dilemmas zu vermeiden hat also Gott einigen Menschen, die in
ihrer Liebe zum Heiligen Propheten (s) und der Verschmelzung mit ihm den
höchsten Rang erlangten, so dass kein Schleier dazwischen blieb, die Ehre des
vollkommenen, vollständigen, reinen und heiligen Zwiegesprächs beschert.
Menschen, in denen die Bedeutung und der wahre Sinn der 'Anhängerschaft' und
der 'Befolgung' mit Vollkommenheit und Perfektion gefunden wurden. Auf eine
Art, dass ihre Person nicht ihre Person blieb sondern in dem Spiegel ihrer
Entrücktheit die Person des Heiligen Propheten (s) reflektierte. Anderseits
sind sie, wie die Propheten, mit dem perfekten und vollkommenen Zwiegespräch
mit Gott belohnt worden.
Auf diese Weise haben
einige Personen trotz ihrer Stellung als Ummati (Anhänger des Hl. Propheten)
den Titel des Propheten erlangt. Denn in diesem Fall ist dieses Prophetentum
nicht zu trennen von dem Prophetentum des Heiligen Propheten (s). Genau gesehen
ist es vielmehr das Prophetentum des Heiligen Propheten Muhammad (s), das sich
auf eine neue Art manifestiert. Wenn nun der Heilige Prophet (s) bezüglich des
Verheißenen Messias sagt: "... er wird Prophet Gottes und euer Imam aus
eurer Mitte sein', so heißt dies, dass er ein Prophet und gleichzeitig Ummati
ist. Einem Fremden ist es nicht möglich, diese Sphäre zu betreten. Gesegnet
ist, wer dies begreift, damit er vor Vernichtung gerettet wird. Gott hat Jesus
den Tod gegeben, so wie folgender Vers Gottes es klar und deutlich bezeugt:
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"...doch seit Du mich sterben ließest,
bist Du Wächter über sie gewesen" (AI Maedah: 118).
Im Kontext betrachtet
heißt dies, dass Gott Jesus am Gerichtstag fragen wird, ob er seiner Ummah
(Gefolgschaft) gelehrt habe, ihn und seine Mutter als Gott zu verehren.
Daraufhin wird er antworten, solange er unter ihnen weilte, sei er der Zeuge
und Wächter über ihn gewesen, doch seit Gott ihm den Tod gab, wisse er nicht,
wie sie sich nach ihm hätten verleiten lassen.
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Es steht nun jedem frei, diesen Vers entweder
mit 'seit Du mich sterben ließest' oder aber auf ungerechte Sturheit beharrend
mit 'seit Du mir mit diesem sterblichen Leib zu Sich empor heben ließest' zu
übersetzen. Auf jeden Fall geht aus diesem Vers hervor, dass Jesus Christus in
diese Welt nicht zurückkehren wird. Denn wäre er noch vor dem Gerichtstag in
diese Welt zurückgekehrt und hätte er das Kreuz zerbrochen, so wäre es nicht
möglich, dass Jesus, der ein Prophet Gottes war, Gott gegenüber lügenhaft
behauptete, nichts darüber zu wissen, dass nach ihm seine Gefolgschaft sich
einen solch schädlichen Glauben aneignete, ihn und seine Mutter für Gott zu
erklären. Kann denn eine Person, die in die Welt zurückkehrt, 40 Jahre dort
verbringt und gegen die Christen kämpft, ein Prophet heißen und dann so abscheulich
lügen und bestreiten, irgend etwas hierüber zu wissen. Also hindert dieser Vers
Jesus daran, wieder in die Welt zurückzukehren, da er andernfalls für einen
Lügner gehalten werden müsste. Wenn er also mit seinem sterblichen Leib noch im
Himmel weilt und aufgrund der Ausführungen dieses Verses bis zum Jüngsten Tag
nicht in die Welt zurückkehren wird, stellt sich die Frage, ob er im Himmel
sterben und dort ein Grab haben wird? Im Himmel zu sterben jedoch ist gegen den
folgenden quranischen Vers:
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"... dort sollt
ihr leben und dort sollt ihr sterben..." (AI A'raf: 26).
Dies beweist also,
dass er nicht mit seinem sterblichen Leib in den Himmel emporstieg, sondern
starb und (nur seine Seele) zum Himmel aufstieg. Kann denn nun, nachdem das
Wort Gottes hierüber mit Klarheit entschieden hat, ein Widerstand gegen das
Wort Gottes anders als offenkundige Sünde bezeichnet werden? Wäre ich nicht
gekommen, dann wäre dieser Trugschluss verzeihlich gewesen. Doch auf solche
Fehler zu beharren, nachdem ich von Gott gesandt wurde, und die richtige und
wahre Bedeutung des Heiligen Qur-âns sich offenbarte, entspricht nicht der
Tugend der Ehrlichkeit. Gottes Zeichen erschienen für mich im Himmel und auf
Erden. Fast schon 1/4 des Jahrhunderts ist vergangen, Tausende von Zeichen wurden
offenbart und die Welt betrat das siebente Jahrtausend ihres Lebens. Was ist
dies für eine Hartherzigkeit, auch jetzt noch die Wahrheit nicht anzuerkennen?
Hört! Ich verkünde
laut, dass Gottes Zeichen noch nicht ein Ende gefunden haben. Nach dem Zeichen,
das als ein Erdbeben am 4. April 1905 sich zeigte und vor langer Zeit offenbart
wurde, hat Gott mich erneut benachrichtigt, dass im Frühling ein heftiges Beben
sich zutragen wird. Es werden Frühlingstage sein. Unbekannt ist, ob dies der
Anfang des Frühlings sein wird, wenn die Bäume anfangen, Blätter zu tragen oder
die mittleren Tage oder die am Ende sein werden. Die Worte der Prophezeiung
lauten:
"Erneut kam der
Frühling, erneut erfüllte sich Gottes Wort". "Da auch das erste Beben
sich im Frühling ereignete, gab Gott kund, dass auch das zweite Beben im
Frühling stattfinden wird. Und da die Blätter einiger Baumarten schon Anfang
Januar sprießen, wird die Gefahr schon ab diesem Monat beginnen und vermutlich
bis Ende Mai andauern.1" Und Gott sagte:
![]()
Das heisst, dieses
Beben wird dem Jüngsten Tag gleichen und dann sagte ER:
![]()
Für dich werden WIR
Zeichen manifestieren und die Gebäude, die sie bauen, werden WIR abstürzen
lassen.2
1 Es ist mir verhüllt, ob mit
Frühlingstagen diese Frühlingstage gemeint sind, die diesem Winter folgen
werden oder die Erfüllung dieser Prophezeiung für eine andere Zeit bestimmt
ist, die ebenfalls Frühlingszeit sein wird. Auf jeden Fall geht aus dem Wort
Gottes hervor, dass es Frühlingstage sein werden, ganz gleich welcher Frühling.
Aber Gott wird wie eine Person kommen, die nachts heimlich kommt. Genauso hat
Gott es mir offenbart.
2 Eine andere Prophezeiung Gottes
darüber lautet:" Für dich glänzte Mein Name."
Und danach sagte ER:
"Ein Beben kam,
und kam mit Heftigkeit, wälzte die Erde um."
Das heisst, dass ein
heftiges Beben kommen und die Erde d.h. einige Erdteile verdrehen wird, wie es
zu Zeiten Lots geschah. Und dann sagte ER:
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ICH werde plötzlich mit
den Truppen kommen. Niemand wird von diesem Tag auch nur ahnen, so wie keiner
Nachricht hielt, bis die Stadt Lots vernichtet wurde. Alle aßen und feierten,
als unerwartet die Erde umgewälzt wurde. Gott sagt also, dass das Gleiche auch
hierzulande sich zutragen wird. Denn die Sünde hat ihre Grenzen überschritten.
Die Menschen lieben die Welt zu übermäßig und man schaut auf den Weg Gottes mit
Verachtung. Und hiernach sagte ER:
"Das Ende der
Leben." Anschließend sagte ER, mich anredend:
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"Dein Herr sagt,
dass etwas vom Himmel niedergesandt werden wird, das dir Freude bereiten wird.
Dies ist eine Barmherzigkeit von Uns und eine festgelegte Sache, die von Anfang
an bestimmt war."
Es ist erforderlich,
dass Himmel sich davon zurückhält, diese Sache niederzusenden, ehe diese
Prophezeiung unter den Völkern verbreitet wird. Gibt es denn mit Ausnahme von
denen, die Glück haben, einen, der unseren Worten glaubt? Es muss bedacht
werden, dass diese Bekanntgabe nicht Unruhe stiften, sondern in der Zukunft
Unruhe verhindern soll, damit niemand in Unwissenheit zugrunde geht. Jede Tat
hängt von der Absicht ab. Unsere Absicht ist es nicht, jemandem Leid zuzufügen,
sondern vor Kummer zu bewahren. Diejenigen, die um Vergebung bitten, sollen vor
Gottes Strafe geschützt bleiben. Der Unglückliche aber, der weder Vergebung
erbittet noch Zusammenkünfte meidet, die nur der Verspottung dienen, noch sich
von Bosheit und Sünde fern hält, die Tage seiner Vernichtung nähern sich, denn
in den Augen Gottes ist seine Frechheit Zornerregend. In diesem Zusammenhang
ist noch eine Sache erwähnenswert. Wie ich schon ausgeführt habe, hat Gott mir
über meinen Tod Nachricht gegeben. ER sprach zu mir und sagte folgendes
bezüglich meines Lebens:
"Nur
wenige Tage sind geblieben."
Und danach sagte Er:
"Nach allen
Unfällen und Wundem der Natur, wird dein Fall stattfinden."
Dies ist ein Hinweis
darauf, dass vor meinem Ableben sicherlich einige Katastrophen die Welt
heimsuchen und einige Wundern der Natur sich offenbaren werden, auf dass die
Welt sich auf eine Umwälzung vorbereite, und ich erst nach dieser Umwälzung
sterbe. Und mir wurde eine Stelle gezeigt, wo mein Grab sein werde. Und ich sah
einen Engel, der das Land vermaß. Dann, nachdem er an einem Platz angelangt
war, sagte er zu mir, dies ist der Ort deines Grabes.
Dann wurde mir an
einem Ort ein Grab gezeigt, das heller strahlte als Silber und dessen ganze
Erde aus Silber bestand. Darauf wurde mir gesagt, dies ist dein Grab. Und ein
Ort wurde mir gezeigt, der "Bahischti Maqbara" (d.h. Himmlischer Friedhof)
genannt wurde. Und es wurde offenbart, dass sich hier die Gräber solcher
rechtschaffenen Gemeindemitglieder befinden, die 'bahischti' (paradiesisch)
sind. Seitdem habe ich immer den Gedanken mit mir getragen, für die Gemeinde
ein Stück Land zu kaufen, das als Friedhof benutzt werden kann. Da jedoch gut
geeignete Grundstücke sehr teuer waren, blieb diese Angelegenheit für lange in
der Schwebe. Jetzt, nach dem Tod des Bruders Maulvi Abdul Karim, als ich auch
hinsichtlich meines Ablebens wiederholt Offenbarungen erhielt, hielt ich es für
angebracht, so schnell wie möglich für einen Friedhof zu sorgen. Daher habe ich
beschlossen, für diesen Zweck ein Stück Land, das mein Besitz ist und in der
Nähe von unserem Garten liegt und dessen Wert nicht weniger als 1000,- Rupien
beträgt, zu verwenden. Ich bete zu Gott, dass ER diesen segnen möge und ihn im
wahrsten Sinne des Wortes zu "Bahaschti Makbara" machen möge. Und
möge Er die letzte Ruhestätte solcher Gemeindemitglieder sein, die wahrlich der
Religion gegenüber der Welt den Vorzug gaben. Die die Liebe zur Welt aufgaben
und nur Gott dienten und sich zum guten veränderten und die Treue und
Wahrhaftigkeit der Anhänger des Heiligen Propheten (s) zeigten.
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Amen,
0 Herr der Welten.
Ich bete nochmals, 0
mein Allmächtiger Gott, Lass dieses Land die letzte Ruhestätte solcher frommen
Gemeinde-mitglieder werden, die nur DIR dienen und deren Taten nicht mit
weltlichen Motiven besudelt
sind.
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Amen,
0 Herr der Welten.
Und ich bete ein drittes Mal, 0 mein Allmächtiger,
Gütiger Gott, 0 Allverzeihender und All barmherziger Gott, gib hier nur jenen
Platz, die wahrhaft an diesen Deinen Gesandten glauben und weder Heuchelei noch
egoistische Absichten noch Bösgläubigkeit[2] in
sich verbergen. Die glauben und gehorchen, wie es würdig und angemessen ist.
Und die in ihrem Herzen bereits ihr Leben für Dich und Deinen Weg geopfert
haben. Jene, mit denen Du zufrieden bist und weißt, dass sie sich völlig in
Deiner Liebe verloren haben. Und die eine Beziehung von Treue und Ehrfurcht und
überzeugtem Glauben mit Liebe und Hingabe zu diesem Deinem Gesandten pflegen.
Amen 0 Herr der Welten.
Da ich sehr
gewichtige Frohbotschaften hinsichtlich dieses Friedhofes erhalten habe und
Gott nicht nur gesagt hat, dass dies ein himmlischer Friedhof ist, sondern auch
gesagt hat:

Darin wird jede Gnade
niedergesandt. Das heißt, dass jegliche Art von Gnade auf diesen Friedhof
niedergesandt worden ist, und es gibt keine Art von Gnade, an der jene, die hier
beerdigt werden, nicht teilhaben werden. Aus diesem Grund hat Gott mein Herz
durch Seine stille Offenbarung dazu geneigt, solche Bedingungen für diesen
Friedhof aufzustellen, so dass nur jene hier begraben wer den können, die sich
aufgrund ihrer Aufrichtigkeit und
(Bösgläubig anderen
gegenüber zu sein ist eine verhängnisvolle Tat, die den Glauben so vernichtet
wie das Feuer Heu und Stroh. Und wer den Gesandten Gottes gegenüber argwöhnisch
ist, Gott wird selbst zu seinem Feind und stellt sich im Kampf gegen ihn auf.
ER zeigt solches Ehrgefühl für Seine Geliebten, dessen Beispiel in keinem
anderen zu finden ist. Als ich auf verschiedenste Weise angegriffen wurde,
regte sich dasselbe Ehrgefühl Gottes, so sagte ER:) vollkommener
Rechtschaffenheit an diese Bedingungen halten. Es sind drei Bedingungen, und
sie müssen von allen eingehalten werden: l. Das Land für diesen Friedhof habe
ich gespendet, doch für die Erweiterung des Grundstücks wird ein stück Land
hinzugekauft werden müssen, das etwa 1000, - Rs kosten wird. Zur Verschönerung
werden einige Bäume angepflanzt und ein Brunnen ausgegraben werden. Im Westen
des Friedhofes sammelt sich auf dem Gehweg Wasser an, so dass eine Brücke
gebaut werden muss. Für diese verschiedenen Ausgaben werden circa 2000,- Rs nötig
sein. Also werden insgesamt 3000,- Rs für diese Arbeit nötig sein. Die erste
Bedingung ist also, dass jeder, der auf diesem Friedhof begraben werden möchte,
gemäß seiner finanziellen Situation für diese Ausgaben spenden muss, und diese
Spende wird nur von denen Verlangt, die hier begraben werden wollen, und nicht
von anderen. Diese Spendengelder sollen bei Bruder Maulvi Nur-ud-Din eingezahlt
werden. Wenn aber Gott will, wird dieser Fonds auch nach unserem Tod erhalten
bleiben. In diesem Falle soll ein Anjuman (ein Komitee) berufen werden, die
diese Spendengelder einnehmen und für die Veröffentlichung der Botschaft des
Islams und die Verbreitung der Einheit Gottes, so wie sie es für angemessen
halten, ausgeben soll.
2. Die zweite
Bedingung ist, dass nur dasjenige Mitglied der Jamaat auf diesem Friedhof
begraben wird, das ein Testament (wasiyyat) hinterlässt, dass nach seinem Tod
1/10 seines gesamten Besitzes gemäß den Vorschriften dieser Bewegung für die
Verbreitung des Islams und der Lehren des Qur-âns ausgegeben werden soll. Jeder
wahrhaftige, vollkommene Gläubige darf in seinem Testament mehr vermachen,
jedoch nicht weniger. Die Verwaltung dieses Fonds soll in der Hand eines
ehrlichen und gelehrten Komitees liegen, das das Geld nach gemeinsamer Beratung
gemäß den oben genannten Vorschriften für den Fortschritt des Islams und die
Verbreitung der Lehren des Qur-âns und anderer religiöser Schriften sowie der
Prediger dieser Gemeinde ausgeben wird. Gott hat versprochen, diese Gemeinde
gedeihen zu lassen. Deshalb besteht die Hoffnung, dass für die Verbreitung des
Islams eine große Anzahl von solchen Spendengeldern zusammen kommen wird, und
alles Nötige, das dem Ziel der Verbreitung des Islams dient - dessen
Einzelheiten jetzt aufzuzählen verfrüht wäre, durch diese Gelder in die Tat
umgesetzt werden wird. Wenn eine Gruppe, die die Verantwortung trägt,
hinscheidet, sind ihre Nachfolger verpflichtet, dieses Amt gemäß den
Anweisungen der Ahmadiyya Bewegung fortzuführen. Anspruch auf diese Gelder
sollen sowohl Waise als auch Bedürftige als auch neue Muslime haben, soweit
ihnen nicht genügend Mittel zum Unterhalt zur Verfügung stehen und sie
Mitglieder der Ahmadiyya Bewegung sind. Es wird auch erlaubt sein, diese Gelder
durch Handel zu vermehren.
Denkt nicht, dies seien
weit entfernt liegende Mutmaßungen. Im Gegenteil, dies ist der Wille des
All-mächtigen, der König der Erde und des Himmels ist. Es bereitet mir keine
Sorgen, wie diese Gelder zusammenkommen werden und wie eine Gemeinde entstehen
wird, die soviel Glaubenseifer zeigt und diese heldenhafte Tat
vollbringt. Ich habe
vielmehr die Sorge, dass diejenigen, denen nach uns diese Gelder in Obhut
gegeben werden, durch die Menge der Gelder verleitet werden und in Liebe zur
materiellen Welt verfallen könnten. Deshalb bete ich, dass dieser Bewegung
immer solche ehrlichen Mitglieder zur Verfügung stehen mögen, die diese Aufgabe
nur für Gott verrichten. Es wird aber erlaubt sein, jene, die sonst kein
Auskommen haben, aus diesen Mitteln zu unterstützen.
3. Die dritte Bedingung
ist, dass jeder, der auf diesem Friedhof begraben werden will, aufrichtig ist,
das Verbotene meidet und sich nicht an Schirk (Anderes neben Allah stellen) und
schädlichen Neurungen beteiligt, sondern ein wahrer und aufrechter Muslim ist.
4. Jede fromme
Person, die zwar kein Eigentum besitzt und auch keine materielle Hilfe leisten
kann, jedoch erwiesenermaßen ihr Leben dem Glauben widmete und aufrichtig war,
darf auf diesem Friedhof begraben werden.
ANWEISUNGEN
l. Jemand, der die unter
den o.a. Bedingungen ein Testament hinterlassen will, muss wissen, dass sein
Testament erst nach seinem Tod vollstreckt werden wird, jedoch muss er das
Testament niederschreiben und dieses einer zuständigen Vertrauensperson der
Gemeinde überantworten, ebenso ist es wichtig, das Testament zu
veröffentlichen, da es gewöhnlich mit großen Schwierigkeiten verbunden ist, ein
Testament zur Zeit des Todes abzufassen. Da nun sich Zeiten nähern, in denen
Himmelszeichen und Katastrophen in Erscheinung treten sollen, hat eine Person,
die zu Friedenszeiten ein Testament abfasst bei Gott einen hohen Rang. Ewige
Belohnung wird sein dem, dessen Vermögen fortdauernde Hilfe leisten wird, und
es wird zu den fortdauernden Spenden (sadqa jariya) zählen.
2. Die Erben einer Person,
die aus einer von Qadian in großer Entfernung liegenden Gegend dieses Landes
stammt und an die o.a. Bedingungen gebunden ist, sollen nach dem Tod dieser
Person den Leichnam in einem Sarg nach Qadian bringen. Sollte diese Person
sterben, noch ehe der Friedhof fertig gestellt ist, d.h. bevor die Brücke und
andere Dinge gebaut sind, so ist der Leichnam vorerst in einem Sarg am
jeweiligen Ort zu begraben. Nachdem die notwendigen Vorbereitungen hinsichtlich
des Friedhofes getroffen sind, kann der Leichnam nach Qadian gebracht werden.
Jedoch wäre es nicht angemessen, die Leiche auszugraben, falls sie ohne Sarg
begraben worden ist.[3]
Es soll klargestellt
werden, dass es die Absicht Gottes ist, diejenigen, die in ihrem Glauben
Vollkommenheit erreichten, an einem Ort zu begraben, damit die künftigen
Generationen sie an einem Ort ruhen sehen und ihren Glauben erneuern können.
Und auf dass ihre Leistungen d.h. die Werke, die sie im Gotteswege für ihren
Glauben vollbrachten, der Nation immer bekannt bleiben. Am Ende beten wir, dass
Gott jedem Aufrichtigen bei der Verrichtung dieser Aufgabe beistehen und
Glaubenseifer in ihm entstehen lassen möge. Möge sein Ende ein gutes sein.
Amen. Die Mitglieder unserer Gemeinde werden angehalten, diese Schrift unter
ihren Freunden zu verbreiten und sie soviel wie möglich zu veröffentlichen. Sie
sollen diese Schrift auch für ihre künftigen Generationen aufbewahren. Ebenso
sollen sie die Gegner auf angemessene Art und Weise davon in Kenntnis setzen
und Geduld gegenüber denjenigen aufbringen, die beschimpfen, und sie sollen
ständig beten.

Unser letzter Ruf
lautet: Aller Lobpreis gebührt Allah, dem Herrn der Welten
Demütiger Ghulam
Ahmad, möge Allah ihn beschützen und unterstützen!
20. Dezember 1905
ANHANG[4]
Im Folgenden werden einige
wichtigen Punkte bezüglich al-wassiyyat nieder geschrieben:
1. Stirbt jemand, der
sein Leben in Übereinstimmung mit den Bedingungen führte, die in der Abhandlung
'al-wassiyyat' niedergeschrieben sind, so darf er so lange nicht auf diesem
Friedhof begraben werden, bis das Komitee für Angelegenheiten des Friedhofes
bekannt gibt, dass alle notwendigen Vorbereitungen bezüglich des Friedhofes
getroffen sind. Es ist wichtig, dass zunächst die Brücke gebaut und andere
nötigen Maßnahmen getroffen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt soll der Leichnam
zum Übergang in einem Sarg auf einem anderen Friedhof bewahrt werden.
2. Es ist notwendig,
dass jeder, der sich bereit erklärt hat, die im al-wassiyyat erwähnten
Bedingungen einzuhalten, seine Einwilligung bei vollem Bewusstsein mit der
Beglaubigung von mindestens zwei Zeugen bei dem zuständigen Komitee einreicht.
Er sollte auch ausführlich aufschreiben, dass er hiermit 1/10 seines
beweglichen oder unbeweglichen Vermögens zur Verbreitung der Ziele der
Ahmadiyya-Bewegung im Islam widmet. Das sollte in mindestens zwei Zeitungen
veröffentlicht werden.
3. Es wird die
Pflicht des Komitees sein, zu überprüfen, ob die Aussage des Testaments gemäß
dem Gesetz der Scharia ist. Nach der Vergewisserung soll das Komitee dem Erblasser
eine mit seiner Unterschrift und seinem Siegel versehene Urkunde ausstellen.
Diese Urkunde ist dem Komitee vorzulegen, wenn ein Leichnam unter den o.a.
Anweisungen nach Qadian überführt wird. Hierauf ist der Verstorbene unter den Anweisungen des
ausführenden Komitees an jener Stelle zu begraben, die das Komitee für ihn
vorgesehen hat.
4. Auf diesem
Friedhof sollen keine unreifen Kinder begraben werden, mit Ausnahme von
Sonderfällen, die das Komitee festlegt, denn die Kinder haben ohnehin einen Platz
im Paradies. Noch sollen irgendwelche Freunde oder Verwandte einer hier
ruhenden Person auf diesem Friedhof begraben werden, bis sie ihrerseits die im
al-wassiyyat aufgeführten Bedingungen erfüllt haben.
5. Es wird nicht
erlaubt sein, den Leichnam einer Person, die nicht in Qadian verstarb, ohne
einen Sarg nach Qadian zu überführen. Darüber hinaus ist dies mindestens einen
Monat vorher anzukündigen, damit das Komitee bezüglich des Friedhofs eventuell
aufgetretene Hindernisse beseitigt und die Erlaubnis erteilt.
6. Sollte eine
Person, die die Bedingungen der al-wassiyyat erfüllt hat, Gott behüte, der Pest
erlegen sein, muss gemäß folgender Anweisung gehandelt werden. Vorübergehend
ist der Leichnam für zwei Jahre andernorts in einem Sarg begraben werden und
sollte erst nach zwei Jahren zu einer Zeit nach Qadian zu überführt werden, da
keine Seuchengefahr an jenem Ort und in Qadian besteht.
7. Es soll bedacht
werden, dass es nicht ausreichend ist, lediglich 1/10 des beweglichen und
unbeweglichen Vermögens zu spenden. Im Gegenteil, es ist notwendig, dass der
Erblasser, soweit dies für ihn möglich ist, an die Lehren des Islams hält und
nach Rechtschaffenheit und Reinheit strebt. Dass er ein Muslim ist, an die
Einheit Gottes und an seinen Propheten wahrhaftig glaubt und die Rechte der
Menschen nicht verletzt.
8. Sollte Jemand 1/10
seines Vermögens vererben und zufällig z.B. im Fluss ertrinken oder in einem
fremden Land sterben, so dass die Überreste nicht überführt werden können, wird
sein Wille Gültigkeit behalten. Vor Gott ist er auf diesem Friedhof begraben.
Es ist erlaubt, in Erinnerung an diese Person auf diesem Friedhof eine
Gedenktafel aus Ziegel oder Stein anzubringen, auf ihr sollen Begebenheiten
geschrieben werden.
9. Das Komitee, das
das Geld verwaltet, hat kein Recht, dieses Geld außer für die Ziele der
Ahmadiyya Bewegung auszugeben. Und unter diesen Zielen steht die Verbreitung
des Islams an erster Stelle. Und es ist dem Komitee erlaubt, dieses Geld
einvernehmlich durch Handel zu vermehren.
10. Alle Mitglieder
des Komitees müssen auch Mitglieder der Ahmadiyya Bewegung sein. Sie sollen
rechtschaffen und ehrlich sein. Sollte sich später herausstellen, dass ein
Mitglied nicht rechtschaffen oder unehrlich ist, oder dass er hinterlistig ist
und zur materiellen Welt neigt, so wird es die Pflicht des Komitees sein,
diesen Menschen unverzüglich zu entlassen und sein Amt einem anderen
anzuvertrauen.
11. Sollte es um das
hinterlassene Erbe zu einem Streit kommen, dann sollen die Unkosten für die
Beilegung des Streits aus dem Fonds gezahlt werden.
12.Sollte eine Person
ein Testament machen, jedoch später wegen der Schwäche ihres Glaubens ihr
Testament widerrufen oder gar aus der Gemeinde austreten, ist es nicht
gestattet, ihren Besitz zu beanspruchen, selbst wenn das Komitee über den
Besitz verfügt. Im Gegenteil, das ganze Geld ist unverzüglich zurückzugeben.
Denn Gott ist des Vermögens eines Menschen nicht bedürftig. In Gottes Augen
verdient solches Vermögen, verhasst und zurückgewiesen zu werden.
13. Da das Komitee
Stellvertreter des von Gott aufgestellten Khalifen ist, muss sie von sämtlichen
weltlichen Einflüssen rein bleiben. Alle ihre Angelegenheiten sollen rein sein
und auf Gerechtigkeit beruhen.
14. Zur Unterstützung
und Hilfe dieses Komitees wird es gestattet, Zweige des Komitees in fernen,
fremden Ländern zu gründen, die unter seinen Anweisungen arbeiten. Ebenso ist
es erlaubt, den Leichnam an jenem Ort zu begraben, falls der Transport des
Leichnams schwierig oder gar verboten ist. Um der Belohnung Gottes teilhaft zu
werden, sollte eine solche Person noch vor ihrem Tod 1/10 ihres Gesamtvermögens
vererben. Es soll die Aufgabe des Komitees vor Ort sein, dieses Vermögen
einzubeziehen. Ebenso ist es besser, dieses Geld Vorort für Ziele des Islams
auszugeben. Auch soll es gestattet sein, falls erforderlich das Geld an den
Hauptsitz in Qadian zu überweisen.
15. Es ist nötig,
dass das Hauptquartier sich immer in Qadian befindet, denn Gott hat diesen Ort
gesegnet. Es wird gestattet, später im Hinblick auf die Anforderungen ein
eigenes Gebäude zu errichten.
16. Dem Komitee
sollen stets zwei Mitglieder angehören, die über gute Kenntnisse in Quran,
Hadith und arabischer Sprache verfügen und mit der Literatur der
Ahmadiyya-Bewegung bestens vertraut sind.
17. Sollte eine Person
- die gemäß dem Buch al-wassiyyat - ein Testament gemacht hat, Gott bewahre, an
Lepra leiden, so dass ihr physischer Zustand es nicht erlaubt, sie zum
Bahaschti Maqbarah zu transportieren. Dann ist es aus plausibelen Gründen nicht
angemessen, sie zum Bahaschti Maqbarah zu bringen. Hält sich diese Person aber
an ihr Testament, wird ihr der gleiche Rang zuteil wie jenen, die hier begraben
werden.
18. Sollte jemand
kein bewegliches oder unbewegliches Eigentum besitzen, aber erwiesenermaßen
eine rechtschaffene Derwisch-Natur und ein gottesfürchtiger und reiner
Gläubiger sein, dass sein Inneres nicht durch Heuchelei oder Liebe zur
materiellen Welt oder Ungehorsam befleckt ist, so darf er durch mein
Einverständnis oder nach mir durch das Einverständnis des Komitees auf diesem
Friedhof begraben werden.
19. Sollte jemand
aufgrund besonderer Offenbarung Gottes zurückgewiesen werden, darf er trotz
seines angebotenen Vermögens nicht auf diesem Friedhof beerdigt werden.
20. Gott hat
hinsichtlich meiner Person, meiner Ehefrau und meiner Kinder eine Ausnahme
gemacht. Jeder andere Mann oder jede andere Frau unterliegt den o. g.
Bedingungen. Wer Einwände erhebt, wird ein Heuchler sein.
Die oben angeführten Bedingungen
sind verbindlich. In der Zukunft wird nur jener auf Bahaschti Maqbarah beerdigt
werden, der diese Bedingungen erfüllt. Möglicherweise werden einige, die oft
dazu neigen, andere zu verdächtigen, unsere diese Tat zur Zielscheibe ihrer
Kritik machen. Sie mögen denken, diese Einrichtung habe ihren Ursprung in
selbstsüchtigen Motiven und sei als eine schädliche Neuerung zu verurteilen. Es
sollte aber bedacht werden, dass Gott in Seinen Angelegenheiten tut, was ER für
richtig hält. Zweifelsohne hat ER beschlossen, durch diese Einrichtung zwischen
Heuchlern und Gläubigern zu unterscheiden. Wir selbst denken, dass diejenigen,
die sich unverzüglich darum kümmern, 1/10 ihres Vermögens im Wege Gottes zu
spenden, ja, die sogar noch größeren Eifer zeigen, sobald sie von diesen
Göttlichen Plan Kenntnis erhalten, ihre Ehrlichkeit besiegeln. Allah, Der
Allmächtige sagt:
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"Alif Lam Mim.
Meinen die Menschen, sie würden in Ruhe gelassen werden, wenn sie bloß sagen:
'Wir glauben', und sie würden nicht auf die Probe gestellt?"
Dabei ist diese Probe
noch gar nichts. Die Gefährten des Heiligen Propheten (s) wurden durch die
Forderung, ihr Leben zu opfern, auf die Probe gestellt. Und sie gaben ihre
Köpfe im Wege Gottes. Zudem ist der Gedanke, warum nicht jedem allgemeine
Erlaubnis erteilt wird, hier begraben zu werden, ist fern der Realität. Sollte
dies die Absicht sein, gibt es keinen Grund, warum Gott zu allen Zeiten die
Menschen prüfte? Zu jeder Zeit hat ER beabsichtigt, den Unterschied zwischen
Gut und Böse hervorzuheben. Also tat ER es auch jetzt.
Zu Zeiten des
Heiligen Propheten (s) hatte Gott auch kleine Prüfungen auferlegt. So war es
beispielsweise der Brauch, dass niemand den Heiligen Propheten (s) um Rat
fragte ehe er nicht ein Geschenk brachte. Auch hierin verbarg sich eine Prüfung
für die Heuchler. Ich selbst denke dass auch jetzt durch diese Prüfung die
hochrangigen, eifrigen Gläubigen, die wahrhaftig dem Glauben den Vorzug über
die Welt geben, von den anderen ausgezeichnet werden. Es wird offenbar werden,
dass sie ihr Versprechen der Treue erfüllt und ihre Wahrhaftigkeit bewiesen
haben. Diese Einrichtung wird ohne Zweifel die Gemüter der Heuchler erregen und
sie entschleiern. Nach ihrem Tod werden sie - ob Mann oder Frau - keineswegs
auf diesem Friedhof begraben werden können.

"In ihren Herzen
war Krankheit, und Allah hat ihre Krankheit vermehrt" (AI Baqarah: 11).
Jene aber, die bei
dieser Sache die ersten sind, werden zu den Wahrhaftigen zählen und ewig werden
Gottes Segen auf sie herabgesandt.
Zuletzt ist zu
bedenken, dass unheilvolle Zeiten bevorstehen Ein sehr heftiges Beben, das die
Erdschichten umkehren wird, ist nah. Wahrhaftig gläubig vor Gott sind nur jene
die noch vor dem Anblick der Strafe zweigen, dass sie der Welt entsagt haben.
Die darüber hinaus bewiesen, dass sie meiner Aufforderung folgten. Sie werden
bei Ihm zu den Sabeqin-Awwalin (die Hervorragenden aus den Ersten) gezählt
werden. Ich sage wahrlich, dass die Zeit naht, da ein Heuchler, der aus Liebe
zur Welt diese Aufforderung zurückwies, bei der Bestrafung mit Bedauern sagen
wird, hätte er doch sein ganzes Vermögen, beweglich oder unbeweglich im Wege
Gottes gegeben, und wäre er doch somit der Bestrafung entgangen. Bedenkt, dass
der Glaube nach dem Anblick der Bestrafung nicht nutzen wird und alle Gaben und
Almosen eitel sein werden. Seht, ich gebe euch die Kunde von einer sehr nah
bevorstehenden Strafe. Sammelt für euch geschwind jenes Proviant, auf dass es
euch nutzt. Es ist nicht meine Absicht, euer Vermögen zu nehmen und davon
besitzt zu ergreifen. Im Gegenteil, ihr werdet euer Vermögen zur Verbreitung
des Islams einem Komitee anvertrauen und ein Leben im Paradies erhalten. Es
gibt viele, die aus Liebe zur Welt meiner Aufforderung nicht entgegenkommen
werden. Doch sehr bald werden sie von dieser Welt geschieden werden. Dann
werden sie im letzten Augenblick ausrufen:
![]()
"Das ist es, was Der
Gnadenreiche (uns) verheißen hatte, und die Gesandten sprachen doch die
Wahrheit." (Ja Sin: 53)
Friede sei auf jedem, der
dem wahren Pfad folgte. Verfasst vom Demütigen Mirza Ghulam Ahmad, dem von Gott
verheißenen Messias 6. Januar 1906
Im Namen Gottes Des
Gnädigen Des Barmherzigen Gottes Segen und Friede seien auf Seinen Heiligen
Propheten (s)
Protokoll der ersten
Sitzung des Vorstandes der Sadr Anjuman Ahmadiyya, Qadian gehalten am 29.
Januar 1906
TEILNEHMER DER SITZUNG:
Hazrat Maulvi
Nur-ud-Din - Vorsitzender Khansahib Mohammed Ali Khansahib Sahabzada
Bashir-ud-Din Mahmood Maulvi Sayyed Mohammed Ahsan Khwaja Kamal-ud-Din Dr. Sayyed
Mohammed Hussein - Sekretär der Majiis Da es dringend notwendig war, einige
wichtige Anweisungen und Erlaubnisse zu erteilen, konnte man aus Zeitmangel
Mitglieder von außerhalb nicht benachrichtigen. Deshalb wurde mit der Erlaubnis
des Hazrat Imam, Friede Allahs sei auf ihm, nach der Genehmigung der Regeln
diese Sitzung abgehalten.
Folgendes wurde beschlossen:
1. das vorgelegte
Manuskript der Wassiat (des Testaments) ... zu genehmigen.
2. vorläufig 800
Kopien des "Wassiat" zu drucken. Es außerdem in AI Hakam und Badr zu
veröffentlichen.
3. den Mussi
(Erblassern) folgende einzuhaltende Anweisungen zuzuschicken. Diese Anweisungen
sollen auch am unteren Rand des Wassiatformulas gedruckt werden.
a. Wenn nötig, soll
der Wasiyyatkunanda (Verfasser des Testaments) das Wassiatmanuskript...
anfordern, es auf einem leeren Blatt aufschreiben und die Lücken gemäß den
Umständen selbst ausfüllen. Es soll haltbares Papier für das Testament benutzt
werden. b. So weit möglich, soll das Testament registriert werden. Das Dokument
soll möglichst von den Erben oder Partnern des Mussi bezeugt und unterschrieben
werden. Ebenso sollen zwei Angesehene der Stadt oder des Dorfes als Zeugen
fungieren. c. Der Mussi sowie die Zeugen sollen, gleich ob schreib-kundig oder
Analphabet, neben ihren Unterschriften oder Siegeln auch den Daumenabdruck
leisten. Die Schreib-kundigen sollen zudem unterschreiben. Der Mann soll den
linken und die Frau den rechten Daumenabdruck leisten. d. Kann der Mussi
schreiben, soll er seinen Willen eigenhändig aufsetzen. e. Es ist nicht
notwendig, den Willen auf einem notariellen Dokument zu verfassen. f. Sollte
sich der Mussi in einer besonderen Lage befinden und eine rechtliche Beratung
brauchen, kann er sich an den Rechtsberater des Komitees wenden und sich
erkundigen.
4. Es ist anzuraten,
dass jene Grundbesitzer in Pandschab, die Schwierigkeiten beim Hinterlassen
eines Testaments haben, denjenigen Besitz, welchen sie vermachen wollen noch zu
Lebzeiten überschreiben. Das Überschreibungsdokument soll die Unterschriften
ihrer Erben (falls vorhanden) tragen, so dass das Einverständnis dieser Erben
deutlich hervorgeht. Es ist wesentlich, das Überschreibungsdokument
registrieren zu lassen. Das zu überschreibende Besitztum soll dem Majiis
Mo'tamedin der Sadr Anjuman Ahmadiyya, Qadian überschrieben werden. Aber in
diesem Fall müssen sie mit neu erworbenem Besitz, von Zeit zu Zeit ebenso
verfahren.
5. Bestehen auch bei
der unter Nr. 4 angeführten Überschreibung Schwierigkeiten, soll der Betroffene
den Marktpreis des Besitzes, den er zu vermachen bzw. zu überschreiben
gedachte, feststellen oder ihn verkaufen. Den festgelegten bzw. erhaltenen
Geldbetrag soll er an das Komitee für Angelegenheiten des Friedhofes zahlen.
Aber wenn sie in diesem Fall weiteren Besitz zulegen, dann müssen sie mit
diesem genauso verfahren.
6. Jene, die zwar
keinen Besitz haben, aber über ein festes Einkommen verfügen, sollen mind. 1/10
ihres Einkommens monatlich an das Anjuman zahlen. Sie können jedoch selbst
entscheiden, ob sie die Spenden, die sie zur Unterstützung der Bewegung zurzeit
zahlen, zu diesen 10 zählen, oder aber
sie gesondert halten wollen. Wollen sie ihre gegenwärtigen Spenden in das
besagte 1/10 einbeziehen, können sie ihre Spenden auf gewohnte Art weiter
zahlen. Was sie nach Abzug dieser Spenden zu zahlen haben, sollen sie direkt an
den Schatzmeister des Komitees für Angelegenheiten des Friedhofes überweisen.
Sonstige Korrespondenz soll mit dem Sekretär des besagten Komitees geführt
werden. Sie müssen jedoch vermachen, dass nach ihrem Tod mindestens 1/10 ihres
Hinterlassenen dem Komitee gehören wird. Bemerkung:
1. Wer weitere
rechtliche Information bezüglich des Testaments oder der Überschreibung
zugunsten des Komitees für Angelegenheiten des Friedhofes wünscht, kann sich an
das Komitee wenden, bevor er sein Testament abfasst oder etwas von seinem
Vermögen überschreibt.
2. Unter besonderen
Umständen kann mit der Majiis Motamedin korrespondiert werden.
7. Alle
Spendengelder, die für den Friedhof gedacht sind bzw. die im Lichte der Schrift
"al-wassiyyat" unter den oben genannten Bedingungen geschickt werden,
sollen nur an folgende Adresse gerichtet sein:
"Schatzmeister
des Komitees für Angelegenheiten des Friedhofes". Sie dürfen an keine
andere Person oder Adresse gerichtet sein.
Demütiger Mohammed AU
Secretary 29. Jan. 1906 Nur-ud-Din l. Juli 1906 Mirza Ghulam Ahmad
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[1] Hätte die Welt ihre Augen geöffnet, so hätte sie
gesehen, dass ich am Kopf des Jahrhunderts erschien. Nun ist gut ein viertel des
14. Jahrhunderts vergangen. Entsprechend den Ahadith und meines Anspruches
verfinsterten sich die Sonne und der Mond im Monat Ramadhan. Die Pest suchte
dieses Land heim. Erdbeben erschütterten die Erde und es wird auch weiterhin
diese geben. Doch wehe denen, die der Welt Vorzug gaben und mich nicht
anerkannten.
[2] (Bösgläubig anderen gegenüber zu sein ist eine verhängnisvolle Tat, die
den Glauben so vernichtet wie das Feuer Heu und Stroh. Und wer den Gesandten
Gottes gegenüber argwöhnisch ist, Gott wird selbst zu seinem Feind und stellt
sich im Kampf gegen ihn auf. ER zeigt solches Ehrgefühl für Seine Geliebten,
dessen Beispiel in keinem anderen zu finden ist. Als ich auf verschiedenste
Weise angegriffen wurde, regte sich dasselbe Ehrgefühl Gottes, so sagte ER:

"
ICH stehe meinem
Gesandten bei, und tadle jene, die versuchen, ihn zu tadeln und ICH werde dir
geben, was fortdauern wird. Dir ist ein (hoher) Rang im Himmel und unter jenen,
die Einsicht haben. Und Für dich werden WIR Zeichen offenbaren und das
zerstören, was sie bauen. Und sie sprachen: Willst DU denn in ihr Wesen
aufstellen, die dort Unfrieden stiften. ER sagte: ICH weiß, was ihr nicht
wisst. ICH werde jene entehren, die versuchen dich zu entehren. Fürchte dich
nicht, wahrlich bei mir brauchen sich die Gesandten nicht zu fürchten. Gottes
Befehl kommt, also beschleunigt es nicht. Frohe Botschaft, an die Gesandten
herabgesandt. 0 Mein Ahmad, du bist Meine Absicht und mit Mir. Du bist von Mir,
wie Meine Einheit und Meine Einzigartigkeit. Und du bist von Mir auf einem Rang
den die Schöpfung nicht kennt. Und du bist geehrt vor Mir. ICH habe dich
auserwählt für Mich. Wenn du erzürnst, erzürne ICH. Und alles was du liebst,
liebe ICH auch. Allah gab dir Vorzug über alle anderen. Aller Lob gebührt Allah,
der dich zum Messias, Sohn der Maria machte. ER wird nicht befragt über das,
was ER tut. Doch sie werden befragt werden. Und es war ein Versprechen, das in
Erfüllung gehen sollte. Gott wird dich vor den Feinden schützen. ER wird
angreifen, die angreifen. Dies, weil sie nicht gehorchten und überschritten.
Genügt Allah denn Seinem Diener nicht! 0 ihr Berge, singet mit ihm Gottes Lob,
und ihr Vögel (ebenfalls).
Allah hat verordnet; sicherlich werde ICH obsiegen und Meine Gesandten. Doch nach ihrem Besiegt sein (d.h. Ohnmacht-AdÜ) werden sie Siegen. Allah ist mit denen, die fürchten und die Gutes tun. Jene die geglaubt haben, ihnen ist sicherlich eine Stellung der Wahrhaftigkeit bei ihrem Herrn. Frieden - eine Botschaft vom erbarmenden Herr. Und scheidet euch heute, o ihr Schuldigen. (ins Deutsche übersetzt vom Übersetzer)
[3] Die Unwissenden sollen diesen Friedhof und dessen Verwaltung nicht als schädliche Erneuerung betrachten, da diese Anlage gemäß göttlicher Offenbarung angelegt worden ist. Es ist nicht von Menschen erdacht. Und keiner soll sich fragen, wie jemand, der auf diesem Friedhof begraben liegt, ins Paradies gelangen könne. Denn es bedeutet nicht, dass dieses Land eine Person ins Paradies zu führen vermag. Vielmehr heisst es im Wort Gottes, dass nur diejenigen hier begraben werden, die bahischti (paradiesisch) sind.
[4] ( Revue Urdu, Januar 1906 S. 36-39)