Falsche Lehrsätze
Der größte Unterschied
zwischen Ahmadi – Muslims und den anderen Muslims besteht somit darin, dass für
Ahmadi – Muslims der Mahdi und der Messias schon gekommen ist, während die
andere auf ihn noch warten. Neben diesem fundamentalen Unterschied begannen im
Lauf der Zeit einige muslimischer Gelehrte die Auffassung zu vertreten, dass
die nicht – Muslims durch Gewalt gezwungen werden sollten, den Islam anzunehmen.
Um diese Meinung zu bekräftigen, glaubten einige Kreise der Muslims an
einen blutrünstigen Mahdi, der da kommen sollte, um den Islam unter nicht –
Muslims mit Gewalt zu verbreiten. Zudem hatte sich ein dem Grundgedanken des
Islams über „kein Zwang in Glaubenssachen“ krass zuwider laufender Lehrsatz in
das Islam – Verständnis einiger Kreise eingeschlichen, nämlich, der
Glaubensabfall müsse mit dem Tod bestraft werden. Diese irrige Meinung lief der
friedlichen Lehre des Islams zuwider und brachte ihn in Misskredit.
Der Gründer der Ahmadiyya – Bewegung, der als Schiedsrichter gekommen
war, um die falschen Lehrsätze gewisser Gelehrter richtigzustellen, schrieb
diesbezüglich:
„Der Qur-ân schreibt eindeutig vor, dass für die Verbreitung des Glaubens kein
Schwert zu gebraucht ist... Der Verheißene Messias ist in die Welt gekommen, um
die Idee der Gewaltanwendung für die Sache des Glaubens auszumerzen und durch
seine Argumente und Beweise zu zeigen, dass der Islam eine lebendige Religion
ist, die für ihre Verbreitung auf die Hilfe des Schwertes nicht angewiesen ist.“
Somit verwirft die Ahmadiyya Bewegung des Islams die Idee, dass
eine blutrünstiger Mahdi kommen würde, um den Islam zu verbreiten. Es wird klar,
welches Bild des Islam die Muslims vor dem Kommen des Verheißenen Messias boten.
Sie taten das Ihrige dazu, den Islam unter den nichtmuslimischen Völkern in
Verruf zu bringen und seine Lehren zu entstellen. Viele Muslims hatten den
Lehrsatz in ihren Glauben eingebaut, dass Jesus Christus leiblich in den Himmel
gefahren sei und dass er zur Zeit des Auftretens des Imam Mahdis vom Himmel
herabsteigen würde. Auch diesen Lehrsatz weist die Ahmadiyya als unislamischen
und gegen die Lehre des Qur-ân zurück.
Einige Kreise des Muslimischen Gelehrten, die viele Qur-ân stellen
nicht verstehen und die Scheinwidersprüche nicht bereinigen konnten, vertraten
die Ansicht, dass gewisse Stellen im Qur-ân aufgehoben und durch andere ersetzt
worden seien. Der Verheißene Messias korrigierte diese irrige Meinung und
erklärte, dass kein Jota und kein Tüttelchen im Qur-ân aufgehoben ist und dass
das ganze Buch von Anfang bis Ende unangetastet als Gottes ewiges Wort
aufzufassen ist. Er schrieb:
„Wer auch nur eines der 700 Gebote des Qur-ân missachtet der macht die
Türe seines Heils mit eigenen Händen zu. Der Qur-ân hat die Wege des wahren und
vollkommenen Heils geöffnet. Alles andere war ein Abbild von ihm. Lest den
Qur-ân also mit Bedacht und habt ihn sehr lieb, wie ihr niemand anderes lieb
gehabt hat.
(Kischti – e – Nuh Seite 24)
„Der Urquell eures
ganzen Erfolgs und Heils liegt im Qur-ân. Kein religiöses Bedürfnis habt ihr,
das der Qura’an nicht erfüllt. Der Qura’an wird am Gerichtstag euren Glauben
bestätigen oder zurückweisen. Außer dem Qur-ân gibt es unter dem Himmel kein
anderes Buch, das euch ohne Berufung auf den Qur-ân den rechten Weg weisen kann.
Gott hat euch eine große Wohltat erweisen, indem Er euch ein Buch wie den Qur-ân
gegeben hat.“
(Kischti – e – Nuh Seite. 24)
Ganz entgegen
den Lehren des Qur-âns und den Sprüchen des Propheten machten einige Muslims
sich die Meinung zu eigen, dass der Titel des Propheten Mohammad im Qur-ân , „
Khatam – un – Nabiyyin“ dahingehend zu interpretieren sei, dass kein Prophet
Mehr nach dem Propheten Mohammad kommen könne. Und dies, obwohl der Prophet in
einer seiner Überlieferungen (Bukhari) den kommenden Mahdi und Messias dreimal
als einen Propheten bezeichnet hatte.
Nach dem Ahmadiyya – Verständnis war der Gründer der Bewegung der
verheißene Mahdi und Messias und folglich ein Propheten Mohammad, (Friede sei
mit ihm) bestätig worden war. Und das ist auch die Bedeutung des Titels (d.h.
Siegel der Propheten).
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