Hazrat Mirza Ghulam Ahmad von Quadian
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908), der Begründer der
Ahmadiyya Muslim Jamaat (Gemeinde, stammte aus einer noblen Familie aus Qadian
in Indien. Er war ein frommer Mann, der auf Grund göttlicher Offenbarung im Jahr
1891 verkündigte, dass er der Verheißene Messias und Mahdi sei, dessen Ankunft
vom Heilligen Propheten Mohammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf Ihm) und
andren Schriften vorausgesagt worden war. Seine Anspruch bildet die Grundlage
der Ahmadiyya Muslim Jamaat. Ahmadis (Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jamaat)
glauben, dass so, wie die Ankunft des Elias durch die Person Johannes des
Täufers erfüllt wurde, in spiritueller Hinsicht die Wiederkunft von Jesus
Christus durch die Ankunft von Hazrat Mirza Ghulam Ahmad erfolgte.
Der Begründer der
Ahmadiyya Muslim Jamaat
bezog und
verdankte seine Inspiration und Leitung dem Heiligen Propheten des Islam
Mohammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm). Weder verkündigte er eine
neue Religion noch führte er irgendeine theologische Neuerung ein. Die Zentrale
Aussage seiner Sendungen war die Wiedererweckung und Wiederbelebung des Islam.
Hazrat Mirza Ghulam
Ahmad wurde am 13. Februar 1835 in Qadian geboren, und wuchs dort auf. Obwohl
zur Zeit der Geburt von Mirza Ghulam Ahmad der Glücksstern seines Vaters schon
wieder im Aufstieg begriffen war und der Besitz seiner Güter und sein Rang in
der Armee des Maharadschas ihm eine gute Lebensstellung verschafften, war es der
Wille Gottes, dass Ahmad unter Umständen emporwuchs, welche ihn bewogen, sein
Augenmerk auf Gott zu richten. So geschah es, dass schon im dritten Jahr nach
seiner Geburt der Maharadscha Randjit Singh starb und mit seinem Tode die
Herrschaft der Sikhs in Zerfall geriet.
Das brachte für den Vater Ahmads manche Veränderung mit sich, die durch die
Annektierung des Pandschabs durch England ihren Höhepunkt erreichte. Trotz
seinen unermüdlichen Bemühungen gelang es ihm nie, in den vollen Besitz seines
Gutes zu gelangen, und diese Enttäuschungen brachten Kummer und Gram, die einen
Grundzug seines Lebens bildeten.
Die vor seinen Augen demonstrierte Unsicherheit und
Vergänglichkeit irdischer Werte rührten den Knaben auf den Pfad der Reinheit,
auf dem das Gemüt nicht mehr durch weltlichen Ehrgeiz beunruhigt wird. Es lag in
der göttlichen Absicht, sein Herz von den trügerischen Gütern des Reichtums und
des Ansehens abzuwenden.
Das lebenslängliche vergebliche Streben seines Vaters und seines älteren Bruders
um die Zurückgewinnung verlorener irdischer Positionen überzeugten das reine und
unbefleckte Gemüt Ahmads davon, daß das Leben auf dieser Erde kurz ist und das
zukünftige Gott gehört. Das war die Lektion die er in seiner Kindheit zu lernen
hatte, und er lernte sie so gut daß er sie bis zur letzten Lebensstunde nicht
vergaß Obwohl sich ihm die Welt in lockendstem Gewande näherte und ihn von
seinem Pfade abzulenken versuchte hat er ihr niemals auch nur für einen
Augenblick Beachtung geschenkt. Sein ganzer Sinn war darauf gerichtet, das
Wohlgefallen des Allmächtigen zu erlangen.
Seine Jugendzeit verbrachte er im Gedenken Gottes und in der Vertiefung seines
Geistes oder im Studium der Theologie Selbst wenn er sich zeitweilig dem
Broterwerb widmen musste, beschäftigte er sich in seiner Freizeit auf dem ihm
zusagenden Gebiet und fühlte sich darin ganz daheim Er war beinahe 40 Jahre alt,
als er die ersten Offenbarungen von Gott erhielt, abgesehen von den anderen
geistigen Erlebnissen in Form von Traumgesichtern und Visionen, die Gott denen
zeigt, die Ihn suchen.
Die Stimme Gottes, die er hörte, befahl ihm nunmehr, als der
Verheißene Messias aufzutreten und die Welt zu Gott einzuladen. Da er sich
bereits von der Welt abzuschließen begonnen hatte, fiel ihm die Aufgabe anfangs
sehr schwer denn er hatte eine Abneigung gegen die Öffentlichkeit. Nun war er
aufgerufen, öffentlich aufzutreten.
Die so genannten Muslims waren die ersten, die er ansprach. Er hatte zudem
zahlreiche Auseinandersetzungen mit den Christen, indem er sie auf die
unrichtigen Lehrsätze des heutigen Christentums aufmerksam machte, so z.B. über
die Sohnschaft Jesu, über den Kreuzestod und das Sühnopfer, über die
Dreieinigkeit usw.
Trotz des großen Widerstandes, den die Gegner dem Verheißenen
Messias leisteten, begann seine Bewegung allmählich Fuß zu fassen. Die Anhänger
der Ahmadiyya-Bewegung des Islams, d.h. diejenigen, die den Verheißenen Messias
anerkennen, nennen sich Ahmadi-Muslim, im Unterschied
zu den vielen Sekten und Gruppen, in die sich die Muslims während der letzten
1300 Jahre gespalten haben.
| Islam - Ahmadiyya | ||
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