Im Namen Allahs, des Gnädigen des Barmherzigen

Wahrheit über Jihaad

Von

Hazrat Mirza Ghulam Ahmad (1835-1908)
Der Verheißene Massias und Imman Mahdi und der Gründer der Ahmadiyya Muslim Jammat

 

Inhalt

 

  1. Das tatsächliche islamische Konzept
  2. Islam verbreitet sich durch seine Qualitäten
  3. Der Verheißene Messias wird nicht mit dem Schwert kämpfen
  4. Das Konzept des Jihaad
  5. Islam erlaubt keine Rebellion
  6. Der Verheißene Messias erschien, um die Kriege zu beenden

 

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Das tatsächliche islamische Konzept

In den vergangenen Jahren war das Konzept des Jihaad im Islam immer wieder Gegenstand sehr kontroverser Diskussionen und Betrachtungen. Der Gründer der Ahmadiyya Muslim Jamaat, Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad aus Qadian, hatte bereits vor mehr als einhundert Jahren deutlich erklärt, dass gemäß der Lehren des heiligen Qur-âns und der Lehren des Heiligen Propheten Muhammad (Friede und Segen Gottes seien auf ihm) der Gebrauch von Gewalt in Glaubensdingen absolut verboten ist. m diesem Faltblatt präsentieren wir einige Auszüge seiner Schriften.

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Islam verbreitet sich durch seine Qualitäten

Kein wahrer Muslim hat jemals geglaubt, dass Islam durch das Schwert verbreitet werden solle. Islam hat sich immer durch die ihm innewohnenden Qualitäten verbreitet. "Diejenigen, die sich selber Muslime nennen, aber versuchen den Islam mittels des Schwertes zu verbreiten, sind sich seiner ihm innewohnenden Qualitäten gar nicht bewusst, und ihre Vorgehensweise ähnelt der Vorgehensweise der wilden Tiere." (Tiryaaq-ul-QuIuub, Ruhanie Khazaa'in, Band 15, S. 167, Fußnote, 1902) "Der Heilige Qur-ân verbietet den Gebrauch von Gewalt bei der Verbreitung des Glaubens und weist an, ihn mittels der ihm eigenen Qualitäten und mittels des guten Vorbilds der Muslime zu verbreiten. Lasst euch nicht durch den Gedanken irreführen, dass die Muslime der Frühzeit aufgefordert waren, das Schwert zu ergreifen. Das Schwert wurde nicht zur Verbreitung des Glaubens ergriffen, sondern zur Selbstverteidigung gegen Feinde und zu dem Zweck, Frieden und Sicherheit zu etablieren. Es zu ergreifen, hatte nicht den Zweck, in Glaubensdingen auf Zwang zurückzugreifen.
(Sitaarah Qaisariyyah, Ruhanie Khazaa'in, Band 15, S. 120-121,1899)

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Der Verheißene Messias wird nicht mit dem Schwert kämpfen

"Der von einigen Geistlichen häufig vertretene Grundsatz, dass der Verheißene Messias vom Himmel herabsteigen wird und die Ungläubigen bekämpfen wird, ist absolut falsch, da er die Jiziya (Kopfsteuer, die Nicht-muslime in muslimischen Ländern zu entrichten haben) unberücksichtigt lässt und nur die Wahl zwischen dem Tod oder der Annahme des Islams lässt. Er ist überfüllt mit allen Arten von Irrtümern und Unheil, die dem Heiligen Qur-ân grundsätzlich widersprechen, und ist nur eine Erfindung von Betrügern."
(Nuur-ul-Haqq, Ruhanie Khazaa'in, Band 8,S.67, 1894)

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Das Konzept des Jihaad

"Ich habe bereits Bücher in Urdu, Farsi und Arabisch geschrieben, in denen ich bewiesen habe, dass das land-läufige Konzept des Jihaad, das unter Muslimen weit verbreitet ist, wie zum Beispiel die Erwartung eines blutrünstigen hnams oder die Kultivierung von Arglist und Bosheit gegenüber Andersdenkenden, nichts anderes sind als falsche Vorstellungen und Ideen, vertreten und unterstützt von kurzsichtigen Geistlichen. Vielmehr erlaubt Islam eben nicht den Gebrauch des Schwertes in religiösen Angelegenheiten, außer im Falle von Verteidigungskriegen, Kriegen, die geführt werden, um einen Tyrannen zu bestrafen oder solche, durch welche die Freiheit aufrecht erhalten werden soll. Die Notwendigkeit seines Verteidigungskrieges besteht nur dann, wenn der Angreifer Leben bedroht. Außer in diesen drei Arten des Jihaad, die die Sharia - das islamische Gesetz - erlaubt, erlaubt der Islam keinen weiteren oder sonstigen Krieg, um religiöse Angelegenheiten zu unterstützen. Um dieses Konzept des Jihaad hervorzuheben, habe ich in diesem Land (gemeint ist Indien), sowie in Arabien, Syrien und Khurasan, etc. unter großen finanziellen Opfern Bücher verteilen lassen." (Masih Hindustaan Mein, Ruhanei Khazaa'in,
Band 15,
S. 4-5, 1908; Deutsche Ausgabe: Jesus in Indien, Verlag der Islam) 

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Islam erlaubt keine Rebellion

"Es sollte auch daran erinnert werden, dass Islam den Gebrauch des Schwertes nur im Widerstand gegen Menschen, die es ihrerseits zuerst ergriffen haben erlaubt, und er erlaubt nur das Töten derjenigen, die zu erst mit dem Töten begonnen haben. Er erklärt nicht, dass Muslime als Untertanen eines nicht-muslimischen Herrschers, der Ihnen Gerechtigkeit und Gleichheit widerfahren lässt, in rebellischer Weise die Waffe gegen ihn erheben sollen. Gemäß dem Heiligen Qur-ân ist dies der Weg der Gottlosen und nicht der Weg der Rechtschaffenen." (Anjaam-e-Aatham, Ruhanie Khazaa'in, Band 11 S.37,1897)

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Der Verheißene Messias erschien, um die Kriege zu beenden

"Der Grundsatz des Jihaad, so wie er von denjenigen muslimischen Geistlichen unserer Zeit verstanden wird, die sich Maulvis nennen, ist absolut falsch. Ihre militanten Reden führen zu nichts, außer dass sie so ganz normale Menschen in wilde Tiere verwandeln und sie so aller guten Eigenschaften eines menschlichen Wesens berauben. Und genau dies ist auch passiert. Ich weiß mit Sicherheit, dass die Bürde derjenigen Menschen, die aus Unwissenheit und als Ergebnis solcher Reden Morde verüben, und die sich auch der Gründe für die Schlachten, die Islam in seiner Frühzeit schlagen musste, nicht bewusst sind, diesen Maulvis auferlegt werden wird, die immer weiter fortfahren, im Geheimen ihre gefährlichen Lehrmeinungen zu verbreiten, die zu solch traurigen Verlusten an Leben führen ... Es steht geschrieben, dass mit dem Zeitpunkt des Erscheinens des Verheißenen Messias der Jihaad durch das Schwert und alle Kämpfe für die Sache der Religion zu einem Ende kommen werden, da er nicht das Schwert oder irgendeine andere weltliche Waffe ergreifen wird. Sein einziges Mittel wird sein Gebet sein, und seine einzigen Waffen seine feste Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Er soll den Grundstein für Frieden legen und "Ziege und Löwen vereinen". Sein Zeitalter soll das Zeitalter des Friedens und der Freundlichkeit, der menschlichen Zuneigung und des menschlichen Mitgefühls sein. Warum bedenken diese Menschen nicht die Tatsache, dass der Heilige Prophet Muhammad (Friede und Segen Gottes sein auf ihm) in Bezug auf den Verheißenen Messias sagte: Er wird die Kriege beenden! (Government Angrezie Aur Jihaad, Ruhanie Khazaa'in, Band 17, S.7,1900)

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